2. Baukulturwerkstatt

Digital und offen für alle!

Die Baukulturregion Alpenvorland zog bei der 2. Baukulturwerkstatt eine Zwischenbilanz und holte sich Input für das weitere Arbeiten. Die Veranstaltung – die coronabedingt digital durchgeführt wurde – diente neben dem Austausch auch der kurzweiligen Vernetzung aller Teilnehmer*innen und holte sich Tipps von hochkarätigen Vortragenden.

Das Programm wurde von Doris Gugler und Björn Teichmann moderiert. Zum Auftakt sprach Ilse Aigner, Bayerische Landtagspräsidentin und Schirmherrin des Projekts, in ihrem Grußwort über die große Bedeutung der Baukultur für die Region, die sich als Vorzeigeregion im ganzen Bundesgebiet positionieren will.

Vier Themenschwerpunkte

Im Herzstück der Veranstaltung standen vier Themen im Fokus: öffentlicher Raum, gute Gestaltung, klare Kommunikation und neues Wohnen. Jedes der Themen wurde in einer kurzen Gesprächsrunde mit je zwei Bürgermeistern der acht Projektgemeinden behandelt – hier wurden Erfahrungen ausgetauscht, über bisherige Aktivitäten berichtet und auch Ziele für die Zukunft formuliert.

Den Auftakt machte der Themenblock „Öffentlicher Raum“: Bürgermeister Christoph Schneider (Neubeuern) und Bürgermeister Hajo Gruber (Kiefersfelden) sprachen mit ihren Ortsbetreuer*innen Isabel Stumfol und Stefan Spindler unter anderem über die enorme Bedeutung des öffentlichen Raums für alle Bewohner*innen und über Strategien zur Stärkung desselben.

Im zweiten Themenblock „Gute Gestaltung“ tauschten sich Bürgermeister Anton Wallner (Bad Feilnbach) und Marktbaumeister Florens Hintler (Holzkirchen) mit ihren Ortsbetreuer*innen Josef Mathis und Elisabeth Leitner darüber aus, was gute Gestaltung ausmacht, wie sie auf kommunaler Ebene gefördert werden kann und welche Instrumente es dazu gibt.

Hochkarätige Vortragende

In mehreren „Speeddating-Runden“ wurden die Teilnehmer*innen in bunte und zufällige Vierergruppen zusammengewürfelt und reflektierten über die eben gehörten Themen und Fragestellungen. Dabei entstanden meist sehr nette, kurze Austauschrunden, die ein Netzwerken auch im digitalen Raum ermöglichten.

Nach der Pause waren zwei hochkarätige Vortragende eingeladen, ihre Erfahrungen zur Baukultur in ländlichen Regionen zu teilen. Marta Doehler-Behzadi leitet die IBA Thüringen, die unter dem Motto "Stadt und Land" arbeitet, und brachte mehrere Empfehlungen für die Zukunft der Baukulturregion mit. Julian Latzko ist Experte bei der Bundesstiftung Baukultur und berichtete über gute Beispiele in ländlichen Regionen. Im Anschluss schaltete sich auch Wolfgang Wittmann kurz dazu, der die IBA Metropolregion München knapp vorstellte und seine Unterstützung anbot.

Der dritte Themenblock drehte sich um das Thema „Klare Kommunikation“. Bürgermeister Josef Hauser (Dietramszell) und Gemeinderat Christian Bauer (Samerberg) sprachen mit ihren Ortsbetreuer*innen Elisabeth Leitner und Tobias Hanig über die Kunst, alle Bürger*innen zu erreichen, über einen erfolgreichen Stammtisch in Dietramszell und einen einzigartigen Podcast am Samerberg.

Der vierte Themenblock brachte abschließend das wichtige Thema „Neues Wohnen“ auf die Tagesordnung. Bürgermeister Stephan Schlier (Bad Aibling) und Bürgermeister Alfons Besel (Gmund) diskutierten mit ihren Ortsbetreuern Josef Mathis und Stefan Spindler über neue Modelle zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in einer Region, die so stark unter Druck steht wie der Baukulturregion.

Informationen zum Projekt finden Sie unter www.baukulturregion.de

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